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Elektroauto brennt in der Garage: Zahlt die Gebäudeversicherung?

Elektroauto brennt in der Garage – zahlt die Gebäudeversicherung?

Sie sind unsicher, ob Ihre Gebäudeversicherung im Ernstfall wirklich schützt? Dann lohnt sich ein kurzer Faktencheck – bevor ein Schadenfall zur Kostenfalle wird. In der Praxis sind es weniger „ob“ als „unter welchen Voraussetzungen“: Welche Gefahr war ursächlich, welche Kostenarten entstehen – und ob die Vertragsdetails sauber passen.

Jetzt unverbindlich prüfen lassen – insbesondere, wenn Sie in Pforzheim, Karlsruhe, Tuttlingen oder im Raum Bodensee wohnen und Wert auf eine belastbare Absicherung legen.

Ein brennendes Elektroauto in der Garage kann nicht nur das Fahrzeug selbst zerstören, sondern auch das Gebäude erheblich beschädigen: Ruß- und Rauchschäden, Hitzeeinwirkung auf Decken und Wände, beschädigte Leitungen, kontaminierte Dämmstoffe oder ein kompletter Garagenbrand mit Folgeschäden am Wohnhaus. Die zentrale Frage lautet: Deckt die Wohngebäudeversicherung diese Schäden – und in welchem Umfang?

Was ist grundsätzlich versichert?

Die Wohngebäudeversicherung deckt typischerweise Schäden am Gebäude durch definierte Gefahren, insbesondere Feuer (z. B. Brand, Blitzschlag, Explosion/Implosion). Wenn ein Brand in der Garage entsteht und Gebäudeteile beschädigt, ist das in vielen Fällen ein klassischer Fall für die Gebäudeversicherung.

Entscheidend ist dabei nicht, ob ein Elektroauto beteiligt war, sondern ob es sich um ein versichertes Ereignis handelt und welche Kostenarten entstehen. In der Regulierung wird häufig detailliert betrachtet:

  • Welche Gefahr war die Ursache (Brand/Explosion vs. Kurzschluss/Folgeschäden)?
  • Welche Gebäudebestandteile sind betroffen (Garage, Haus, Dach, Fassade, Leitungen)?
  • Welche Folgekosten entstehen (Aufräumung, Entsorgung, Dekontamination, Abbruch)?

Worauf sollte man in der Praxis achten?

  • Vertragsumfang und Bedingungen: Nicht jeder Vertrag ist gleich. Leistungsunterschiede liegen oft in Details (Kostenpositionen, Entschädigungsgrenzen, Obliegenheiten).
  • Unterversicherung vermeiden: Ist die Versicherungssumme nicht passend, kann es im Schadenfall zu Kürzungen kommen – selbst wenn das Ereignis grundsätzlich versichert ist.
  • Garage richtig deklariert: Anbaugarage, freistehende Garage oder Tiefgarage können je nach Konstellation unterschiedlich eingeordnet werden. Wichtig ist, dass die Garage im Vertrag korrekt berücksichtigt ist.
  • Neben- und Folgekosten: Aufräum-, Abbruch-, Bewegungs- und Schutzkosten sowie Dekontamination können den größten Teil der Schadenhöhe ausmachen. Hier unterscheiden sich Tarife teils deutlich.
  • Elementarrisiken getrennt betrachten: Überschwemmung, Starkregen, Rückstau oder Erdrutsch sind nicht automatisch enthalten. Wer umfassenden Schutz will, benötigt meist eine Elementar-Erweiterung.

Welche Gebäudeversicherung ist die richtige?

Die „richtige“ Wohngebäudeversicherung ist nicht die teuerste oder billigste – sondern die, die zu Ihrem Gebäude, Ihrer Region und Ihrer Risikotragfähigkeit passt. Wer strukturiert vorgeht, prüft vier Kernbereiche.

1. Versicherte Gefahren

Ein Basisschutz deckt häufig folgende Gefahren:

  • Feuer
  • Leitungswasser
  • Sturm und Hagel

Für einen erweiterten Schutz ist in vielen Fällen eine Elementar-Ergänzung relevant, zum Beispiel bei:

  • Überschwemmung / Starkregen
  • Rückstau
  • Erdrutsch / Erdfall
  • Schneedruck / Lawinen (je nach Region)

Gerade regional können Risikoprofile unterschiedlich ausfallen – etwa je nach Lage in Karlsruhe, Pforzheim, Tuttlingen oder im Raum Bodensee. Entscheidend ist nicht die Stadt an sich, sondern Lage, Gelände, Bauweise und lokale Gefährdung.

2. Versicherungssumme und Unterversicherungsverzicht

Eine der häufigsten Schwachstellen ist eine nicht passende Bewertung des Gebäudes. Wenn die Werte nicht sauber hinterlegt sind, kann es zu Kürzungen kommen. Ein professioneller Check prüft daher unter anderem:

  • ob die Wertbasis aktuell ist
  • ob regelmäßige Anpassungen (Index) sauber laufen
  • ob ein Unterversicherungsverzicht sinnvoll und wirksam vereinbart ist

3. Selbstbeteiligung sinnvoll wählen

Eine Selbstbeteiligung senkt den Beitrag, erhöht aber Ihre Eigenlast im Schadenfall. Sinnvoll ist eine Höhe, die Sie finanziell ohne Stress tragen können – auch dann, wenn mehrere Schäden innerhalb kurzer Zeit auftreten.

4. Wichtige Zusatzleistungen, die im Schadenfall zählen

Im Ernstfall geht es nicht nur um „Reparatur“, sondern um die vollständige Wiederherstellung. Achten Sie daher besonders auf Kostenbausteine wie:

  • Aufräum- und Abbruchkosten
  • Schutz- und Bewegungs­kosten (z. B. provisorische Sicherung)
  • Entsorgung und Dekontamination (z. B. Ruß, Rauch, kontaminierte Baustoffe)
  • Mehrkosten durch behördliche Auflagen
  • Mietausfall / Nutzungsausfall (je nach Konstellation)
  • Unterbringung bei Unbewohnbarkeit (falls relevant und vereinbart)

Gerade bei Garagenbränden (egal ob E-Auto oder Verbrenner) sind es häufig diese Folgekosten, die die Schadenhöhe stark treiben.

So handeln Sie richtig, wenn es brennt

Wenn tatsächlich ein Brandereignis eintritt, entscheiden die ersten Schritte oft darüber, wie reibungslos die Regulierung abläuft:

  • Sicherheit und Feuerwehr: Menschenleben und Gefahrenabwehr haben Priorität.
  • Dokumentation: Fotos/Videos, Zeugen, Einsatzdaten – soweit möglich ohne Gefährdung.
  • Schadenmeldung: zeitnah an die Gebäudeversicherung, Fristen beachten.
  • Keine voreiligen Entsorgungen: beschädigte Teile nicht entfernen, bevor die Freigabe erfolgt (außer zur Gefahrenabwehr).
  • Belege sammeln: Kosten für Notmaßnahmen, Sicherung, Handwerker, Gutachten dokumentieren.

Diese Struktur gehört zum praktischen Risikomanagement: Nicht nur versichert sein – sondern im Schadenfall handlungsfähig bleiben.

Jetzt prüfen lassen

Wenn Sie wissen möchten, ob Ihre Wohngebäudeversicherung im Fall „E-Auto brennt in der Garage“ sauber greift, ist eine kurze Analyse oft der schnellste Weg. Wir prüfen verständlich und praxisnah, ob Ihr Schutz zu Gebäude, Nutzung und Risikoprofil passt – ohne Produktdruck.

  • Unverbindliche Einschätzung: Wo stehen Sie heute?
  • Leistungs-Check: Was ist drin – und welche Folgekosten sind kritisch?
  • Schadenfall-Orientierung: Welche Schritte sind im Ernstfall wichtig?

Kontaktieren Sie uns über das Formular – wir unterstützen Sie in Tuttlingen, Pforzheim, Karlsruhe und im Raum Bodensee.

    Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Rechtsberatung dar. Leistungen ergeben sich aus den jeweiligen Versicherungsbedingungen und dem konkreten Einzelfall.

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